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Arztbesuche, Kastrationen, Hüft OPs. Oft können meine Kunden in solchen Situationen aus beruflichen oder familiären Gründen nicht gewährleisten, dass ihr Hund die notwendige Zeit zur Fürsorge bekommt.

Bei der Kastration ist es zwingend notwendig, dass der Hund an den Tagen danach auch tagsüber gut versorgt wird und sich z.B. die Halskrause nicht kaputt macht. Besonders größere Hunde haben da gerne einen regen Verschleiß.

Man stelle sich vor, der Hund ist nach der Kastration alleine zuhause, zerlegt die Halskrause und zieht sich dann selbst die Fäden. In dem Fall komme ich und sorge dafür, dass so eine Kastration von A-Z reibungslos verläuft. Ich vereinbare einen Termin bei einem Tierarzt aus meinem Netzwerk, bringe den Hund zur OP und hole ihn wieder ab. Danach steht der Patient unter meiner Beobachtung, bis die kritische Phase vorbei ist. Dabei habe ich immer eine 24/7-Verbindung zum operierenden Tierarzt und kann somit eine optimale Genesung erzielen.

Krankenbetreuung bedeutet Verantwortung im höchsten Maße. Daher vereinbare ich mit meinen Kunden vor den Terminen immer eine Einverständniserklärung, in der die Kosten und meine Handlungsvollmacht definiert sind. Außerordentliche Arztkosten oder kurzfristig notwendige Maßnahmen werden immer vorher abgesprochen.

Weitere Beispiele für eine intensive Betreuung sind Operationen bei Hüftgelenksdysplasie (HD) oder einer Patellaluxation. Hier ist es ganz wichtig, dass der Hund absolute Ruhe hat und nicht in die Versuchung kommt, hoch oder runter zu springen. Und gerade Kindern in Familien ist das schwer zu vermitteln, die nächsten Tage nicht mit ihrem besten Freund spielen zu dürfen.

Ich bin kein Tierarzt und überlasse grundsätzlich jede kritische Entscheidung dem behandelnden Arzt. In meiner Zeit als Betreuer im Tierheim hatte ich jedoch das unendliche Glück, eine sehr erfahrene Kollegin an meiner Seite zu haben. Bei ihr ging ich in die Schule und lernte sehr viel über Hunde, über Wundbehandlung und sonstige körperlichen Gebrechen. Ich kann also mit Stolz auf ein fundiertes Halbwissen zurückgreifen. Das macht mich immer noch zu keinem Tierarzt aber es hilft mir z.B. zu erkennen, dass ein Hund nicht rund läuft oder dass eine Verhaltensstörung ggf. auch ein chronischer Schmerz sein kann. Dann wiederum ist es von großem Vorteil, dass ich eine befreundete Tierärztin 24/7 anrufen darf.

So hatte ich z.B. neulich einen Hund im Intensiv-Training bei mir, die offensichtlich nicht stubenrein und sogar situativ bissig war. Ich beobachtete und analysierte ihr Verhalten 3 Tage lang und kontaktierte schließlich die Tierärztin. Nach einem kurzen Spaziergang und ein paar Tests lag nahe, dass die junge Hündin an einer Hüftgelenksdysplasie (HD) leidet und z.B. das Hochspringen in das Auto so weh tat, dass sie sich entleerte. Viele Hunde zeigen ihre Schmerzen nicht offensichtlich, sondern äußern sie auf andere Weise.

Es ist also weder eine Schande noch zeugt es von mangelnder Liebe, wenn die Hunde in einer Hochrisikophase in professionelle Obhut gegeben werden. Im Gegenteil. Wenn es aus zeitlichen oder auch emotionalen Gründen einfach nicht möglich ist, dem Hund eine professionelle Krankenbetreuung zu geben, so ist die Wahl externer Hilfe nicht nur entlastend, sondern auch äußerst verantwortungsbewusst.