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Welpenstunden sind kein umsatzträchtiger Marketingtrick. Sie machen Sinn und bilden die Grundlage für die Beziehung Mensch und Hund. Man muss allerdings klar unterscheiden zwischen Welpenstunden und Welpenspielstunden. Ich stelle fest, dass die sog. Welpenstunden meist Spielstunden sind. Das ist dann wiederum doch ein umsatzträchtiger Marketingtrick. Bei mir gibt es Welpenstunden, in denen die Kleinen spielerisch die Schulbank drücken dürfen. Die Gruppen sind auf maximal 6 Hunde begrenzt und dauern 60 Minuten. Der Stundenplan wird von mir rein intuitiv kurz davor entwickelt. Je nach Wetterlage und Verfassung der Hunde und Halter. Was nützt mir ein ausgefeilter Plan, wenn die Gruppe an dem Tag nicht offen und aufnahmefähig ist.

Ich entscheide also oft beim Weg zur Gruppe und spreche mich dann erst mit meinen Co-Trainern ab. Darunter z.B. auch Cordula. Sie istSozialpädagogin mit Zusatzausbildung in tiergestützter Pädagogik. In Kindergarten, Krippe und Hort arbeitet sie mit Hunden und Kindern mit heilpädagogischem Förderbedarf zusammen und ist somit für mich die Idealbesetzung für den Welpen Kids Club. „Als Pädagogin, Mutter und Hundebesitzerin kann ich sagen, dass Welpen und Kinder gar nicht so unähnlich sind. Welpen brauchen genauso viel Struktur und Anleitung wie unsere Menschenkinder. Eine Welpenstunde unterscheidet sich also nicht sehr viel von einer Stunde in unserer Kinderkrippe“, so Cordula.

 

Ruhe anstatt Party-Time

Am Anfang starten wir meist mit eher ungewöhnlichen Beruhigungsübung für die Hunde-Eltern. Entspannung macht sich breit, die Halter fahren ihre Hundekids mit sanften Berührung auf eine entspannte Ebene runter. Denn das wichtigste für unsere Welpen und Junghunde ist Ruhe. Aus der Ruhe heraus sind die Trainings umso effizienter und erfolgreicher. Das soziale Verhalten gegenüber den anderen Hunden baut sich auf eine entspannte Basis auf und nicht auf hochgepeitschtes Yipie-Jey.

 

Meine Welpengruppen werden immer von erfahrenen Hunden begleitet. Wie wir auch schon vom freien Training wissen, bin ich ein Fan dieser einfachen aber effizienten Methode. Stellt Euch mal vor, unsere Kinder hätten als Banknachbarn einen etwas älteren Schüler aus der Oberstufe, der ihnen ein gutes Vorbild ist und ihm bei schwierigen Aufgaben hilft. Der Lernerfolg wäre ungleich größer und der Hausaufgaben-Stress zuhause nahe Null – das ist aber nur meine Meinung. Jedenfalls sind in meinen Welpengruppen immer 1-3 erfahrene und ruhige Erwachsenenhunde, die mindesten genauso viel mit erziehen wie ich es als Trainer tue.

In meinen Welpenstunden befinden sich große und kleine Rassen. Das ist kein Problem, weil das Training kontrolliert abläuft und wir eben keine Spielstunde haben. Sollte dennoch der Größenunterschied zu groß sein, so darf der große Hund in der Pause in das parallel laufende freie Training für erwachsene Hunde. Diese Flexibilität hat sich schon als sehr großen Vorteil herausgestellt.

Früh übt sich

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass wir mit einem aufeinander abgestimmten Schulsystem am meisten Erfolge feiern. D.h. der Welpe kann direkt vom Züchter zu uns in die Vorschule und erste Kontakte mit den anderen Welpen-Kids knüpfen. Je eher desto besser. Mit 9-10 Monaten darf der Junghund dann auch mal ins offene Training schauen. Und mit ca. 1 Jahr ist er dann bei den „Großen“. Natürlich hängt der Zeitplan immer von der Rassen ab. Man kann hier keine absoluten Regeln aufstellen. Ich habe z.B. einen Kunden mit einem Tschechisch-Slowakischen Wolfshund. Das sind rassetypische „Spätzünder“ und brauchen gut und gerne 6 Monate länger als z.B. ein Beagel oder ein Labrador. Auch hier erlaube ich mir dann die Hunde je nach Talent, Entwicklung und Konstitution für spezielle Trainings-Elemente wie z.B. das Mantrailing in die Erwachsenen-Gruppe zu stecken. Somit bleiben wir flexibel und können dem kleinen Freund genau das bieten, was er gerade braucht.