Hier rufen mich Hundebesitzer, die sich in einer ausweglosen Lage befinden. Es scheint Hopfen und Malz verloren zu sein. Oft war der Hund aggressiv gegenüber anderen Hunden oder Menschen, hat vielleicht sogar das Kind gebissen. Hund und Mensch haben gegenseitig das Vertrauen verloren und befinden sich in einer typischen Abwärtsspirale. Es sind Besitzer, die z.B. mit ihrem „schwierigen“ Hund auf die Wiese gehen, in 2 km Entfernung einen fremden Hund wittern, eine gespannte Körperhaltung annehmen und somit augenblicklich Stress verbreiten. Dieser Stress überträgt sich augenblicklich auf den Hund. Er muss mit ansehen, wie sein Alpha-Tier zu wanken beginnt. Also übernimmt er die Führung und geht in die Verteidigung. Das wiederum wird vom Mensch als Fehlverhalten interpretiert. Und somit entsteht eine Spirale aus Missverständnissen und Fehlverhalten auf beiden Seiten.

Mein Intensiv-Training ist also nicht eine Züchtigungsmaßnahme für den Hund, sondern eher eine Art Auszeit für Hundehalter und Hund. Denn meist ist die Situation zwischen beiden so verfahren und gestresst, dass wir diese erst einmal entzerren müssen. Während also der Mensch eine Woche lang unter Tags etwas entspannen kann, arbeite ich mit dem Hund in entspannter Atmosphäre an seinem Thema. Viele werden sich jetzt fragen, ob das überhaupt Sinn macht, da wir ja gelernt haben, dass es eine Wechselwirkung zwischen Hund und seinem Besitzer ist. Die Antwort ist simpel und sicher einleuchtend. Durch das Intensiv-Training entzerren wir die verworrene Situation und beide bekommen die Chance, durchzuatmen und an ihren Themen zu arbeiten. Ich mit dem Hund, der Mensch mit sich oder seiner Familie. Es ist also fast so wie eine Paar-Therapie (grins).

Immer beliebter werden unsere Intensiv-Wochen. Hundebesitzer*innen reisen teilweise von weit her, um bei uns in Lauf mit ihrem Hund intensiv zu trainieren. Unser Team erstellt nach einem Erstgespräch am Telefon einen Wochenplan, der es in sich hat. Einzelcoachings, Gruppentrainings und „Hausaufgaben“. Ob sich eine solche Intensiv-Woche lohnt, könnt Ihr im Erfahrungsbericht von Katarina und Christian aus Leipzig lesen. 

In Intensiv-Trainings arbeiten wir mit Hund und Besitzer mehrmals am Tag – in Gruppen- und Einzelstunden. So erhält nicht nur der Hund ein Coaching, sondern auch die Hundehalter. Danach erfolgt jeweils eine Art Zusammenfassung vom Tag. Wir erörtern Fragen wie „Warum ist das Fehlverhalten passiert, was war der Auslöser, wie ist die Situation zuhause mit und ohne Hund, etc.“ Dabei bröckelt oft die Fassade und der Mensch darf seine Fehler erkennen und mit mir erarbeiten. Das befreit und entlastet die Besitzer ungemein. Denn tief in uns drin kennen wir unsere Fehler und deren Quellen. Nach dieser Woche „ambulanter“ Auszeit beginnt die eigentliche Arbeit. Das ist ganz wichtig an dieser Stelle zu sagen.

Wir nehmen nur dann die Hunde ins Intensiv-Training, wenn die Besitzer damit einverstanden sind, danach mit der eigentlichen Arbeit zu beginnen.

Das Resümee nach der Woche Training ist dabei das wichtigste Ereignis, in dem Hund und Besitzer deren jeweilige neuen Erkenntnisse meist in einem gemeinsamen Spaziergang „präsentieren“. Bei 98% aller bisherigen Teams sieht man hier bereits einen dermaßen krassen Unterschied im Vergleich zum Beginn des Intensiv-Trainings. Das ist unser eigentlicher Lohn. Beide Seiten sind entspannter, gehen freier miteinander um und sind jetzt erst wirklich bereit, mit der Teamarbeit zu beginnen. Es folgen in der Regel Einzelcoachings und Gruppen-Maßnahmen wie z.B. das Mantrailing oder unser freies Training.